Tipping Points

Wir haben in unserer letzten Blogreihe gesehen, dass der wesentliche Designfehler geldbasierter Wirtschaftssysteme die Entkopplung von Geldeinkommen und Wertschöpfung ist, da nur Ersteres direkten Zugang zu Gütern und Dienstleistungen ermöglicht. Wir werden heute sehen, dass in unserer Gesellschaft Bewertung von Dingen und Tätigkeiten ausschließlich anhand der dadurch bedingten Geldflüsse Implikationen hat, die weit über das regelmäßige Marktversagen hinausgehen.

Wir zäumen das Pferd einmal von hinten auf und stellen zunächst die Frage, wie wir in 10, 20 oder 30 Jahren leben werden. Diese Frage ist natürlich für jeden von persönlichem Interesse, da jede persönliche Zukunft Teil der gesamt Zukunft ist, aber sie ist auch von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Wer sinnvoll für sein Alter vorsorgen will, wer ein Haus baut und sich so örtlich über Jahrzehnte festlegt, wer einen Beruf lernt und so über Jahrzehnte sein Einkommen sichern will, sollte sich ein paar Gedanken über langfristige Entwicklungen machen.

Dabei haben scheinbar einfache Konsumfragen enormen Einfluss auf die Gesamtwirtschaft, da hinter jedem Produkt teilweise lange Wertschöpfungsketten liegen. Werden sich Biolebensmittel durchsetzen, und so eine ganze Industrie von Agrochemiekonzernen zum Aussterben verdammen? Werden die hohen Ölpreise zu einem Einkommensboom der Ölindustrie führen oder zu ihrem Ende, weil die Leute in Zukunft elektrisch fahren? Letzteres wäre nicht nur ein Sargnagel für die Ölindustrie, sondern für Tausende Unternehmen aller Größen, die mit der Entwicklung, dem Bau und Betrieb von Verbrennungsmotoren beschäftigt sind. Und was ist eigentlich mit der Energiewende? Wir sind im Moment bei einem Anteil regenerativer Energien von etwa einem Viertel der Elektrizitätserzeugung. Das bedeutet, dass rund drei Viertel konventionell erzeugt werden. Für die Gesamtenergieerzeugung (also Strom, Heizung und Mobilität) ist der regenerative Anteil nur halb so hoch. Ist die Energiewende ein Sturm im Wasserglas, oder werden wir den immer noch zu stemmenden Löwenanteil auch schaffen?

Natürlich gibt es immer Leute, die aus moralischen und ideologischen Gründen ihr Konsumverhalten anpassen. So gibt es Leute, die aus Überzeugung mehr Geld für Lebensmittel ausgeben, wenn diese dafür biologisch erzeugt wurden. Deren Anteil am gesamten Lebensmittelmarkt ist etwa so groß wie der Stimmanteil der Grünen bei der letzten Bundestagswahl, wir können also davon ausgehen, dass die Anzahl der Gutmenschbiokäufer in naher Zukunft nicht signifikant steigen wird. Es sei denn – und damit sind wir beim Anreizthema – Bio lohnt sich finanziell.

Breite Veränderungen geschehen immer dann, wenn sich Änderungen positiv im Portemonnaie bemerkbar machen. So hat sich der Flachbildfernseher nicht einfach deshalb durchgesetzt, weil er flach und schick ist. Anfänglich haben nur Heimkinoenthusiasten die horrenden Summen für einen Flachbildfernseher ausgegeben. Der Durchbruch kam an dem Tag, als ein Flachbildfernseher genauso billig war wie ein Röhrenfernseher. Erst als keine preisliche Benachteiligung beim Kauf des Flachbildfernsehers mehr vorlag, wog das Argument der geringeren Tiefe schwer genug, um so einen Fernseher zu kaufen. Dieser Moment war der Tipping Point. Wenige Jahre später war der Röhrenfernseher ausgestorben.

Wenn wir Prognosen über zukünftige Entwicklungen wagen, dann müssen wir diese Tipping Points suchen. Was sind die Tipping Points für Elektroautos, für Biolebensmittel oder für regenerative Energien? Wenn man diese Tipping Points gefunden hat, kann analysiert werden, ob es realistisch ist, diese je zu erreichen.

Werden wir eines Tages alle Bio essen? Die großen Produktivitätsgewinne der industriellen Landwirtschaft des letzten halben Jahrhunderts sind im Wesentlichen auf einen ständig steigenden Einsatz von chemischen und mineralischen Düngern, Pestiziden, Herbiziden und immer leistungsfähigeren landwirtschaftlichen Maschinen zurückzuführen. Fordergründig eine technische Revolution, steckt doch dahinter ein steigender Einsatz von Energie (als Treibstoff, für die Düngemittelherstellung usw.) und Rohstoffen (Phosphate, Erdgas-> Wasserstoff-> Ammoniak-> Stickstoffdünger). Bei der Produktion von Biolebensmitteln wird dieser Schritt rückgängig gemacht, es wird dafür vermehrt mit lokalen Stoffkreisläufen gearbeitet.

Der Tipping Point dabei ist klar. Sollte es einen Zeitpunkt geben, an dem ein Biolebensmittel genauso günstig ist wie ein konventionell hergestelltes Lebensmittel, wird der gefühlte ethische Mehrwert erst zum Tragen kommen und erst dann wird der Großteil der Kunden zum Bioprodukt greifen. Ist es realistisch, diesen Punkt zu erreichen oder bleibt Bio immer teurer? Tatsächlich leben wir auf einer begrenzten Welt und Erdgas und Phosphate sind keine erneuerbaren Rohstoffe. Das bedeutet, dass die Kosten für den Input an Düngern, Herbiziden, Pestiziden und Treibstoffen in der Landwirtschaft langfristig steigen werden. Damit wird die konventionelle Landwirtschaft teuer werden. Hinzu kommt, dass die biologische Produktion auch immer größere Dimensionen annimmt, womit Skalierungseffekte zum Tragen kommen, die dort die Preise noch ein wenig senken. Es ist also nicht unrealistisch anzunehmen, dass dieser Tipping Point tatsächlich eines Tages erreicht wird. Natürlich kann man sich trefflich darüber streiten, ob dies in 5 oder 50 Jahren der Fall sein wird. Interessant ist dabei, dass das voraussichtliche Angleichen der Preise hauptsächlich über eine Preissteigerung der konventionellen Produktion stattfindet. Das bedeutet, Lebensmittel werden langfristig teurer. Wer also jetzt schon wenig Geld zum Spaßkonsum übrig hat, weil Essen, Wohnen, Heizen und Mobilität sein Einkommen auffressen, muss sich Gedanken darüber machen, wie er diese langfristig absehbaren Mehrausgaben stemmen will.

Bei der Energiewende ist der Tipping Point seit langem bekannt, er hat sogar einen schönen Namen, er nennt sich Netzparität. Dieser Tipping Point hat ein paar besondere Eigenschaften. Es ist nicht so einfach, dass der Tipping Point erreicht ist, wenn Ökostrom genauso teuer ist wie konventioneller Strom. Die Energiewende ist nicht nur ein Technologiewechsel in der Elektrizitätserzeugung, sondern auch eine vollkommene Umstrukturierung der Erzeugungsverteilung. Konsumiert ein Kunde herkömmlichen Strom, muss er diesen bezahlen und zusätzlich noch Kosten wie Steuern, Netzentgelte und EEG-Umlage tragen. Baut er sich Solarzellen für die Eigenversorgung aufs Dach, so fallen auch alle diese Kosten weg. Bei Solarstrom ist die Netzparität also dann erreicht, wenn selbst produzierter Strom genauso teuer ist wie Strom, der aus dem Netz gekauft wurde. Tatsächlich ist dieser Punkt längst erreicht. Privatkunden bezahlen um die 25-30 Cent/kWh, während mittelständische Betriebe bei 20-25 Cent/kWh liegen. Erzeugt man sich seinen Strom mit Photovoltaik selbst, so liegen die Kosten heutzutage für Privatkunden oft schon bei rund 15 Cent/kWh, bei Unternehmen aufgrund der Skalierung sogar nur bei rund 10 Cent/kWh. Der Grund dafür sind die in den letzten Jahren rapide gefallenen Preise für Solarmodule. War es vor fünf Jahren noch ein valides Argument, auf die hohen Kosten von Photovoltaik zu verweisen, so ist dieses längst überholt.

Warum können erneuerbare Energien die konventionellen unterbieten? Der Grund ist zweifacher Natur. Die Energieerzeugung hat Fixkosten und variable Kosten. Die Fixkosten sind die Anschaffung und Inbetriebhaltung der Anlage, also des Kohlekraftwerkes, des Windrades und des Solarmoduls. Die variablen Kosten sind die Kosten, die zusätzlich anfallen, wenn die Anlage genutzt wird und Elektrizität erzeugt. Das sind im Kohlekraftwerk hauptsächlich Kosten für die Kohle. Dass die variablen Kosten für regenerative Energien gegen Null gehen ist bekannt, Windkraft- und Photovoltaikanlagen sind wartungsarm und Wind und Sonne kosten nichts, aber was ist mit der Anschaffung? Die ersten Anlagen für regenerative Energien waren sehr teuer, weil der Markt sehr klein war und die hohen Entwicklungskosten der anfänglich nicht marktreifen Technologien mitfinanziert werden mussten. Aber regenerative Energieträger haben im Gegensatz zu konventionellen Kraftwerken das Potential, gigantische Skalierungseffekte mitzunehmen. So sind die 17 deutschen Atomkraftwerke im Prinzip handgefertigte Einzelstücke. Jedes Atomkraftwerk besteht aus einer Vielzahl von verschiedenen Teilen, die alle nur wenige Male hergestellt werden. Für große Kohlekraftwerke gilt das gleiche. Es sind enorm komplexe Maschinen aus Unmengen von Einzelstücken. Erneuerbare Anlagen hingegen sind wenig komplex und werden in vergleichsweise großen Stückzahlen hergestellt. Oft werden von einzelnen Windanlagentypen hunderte oder gar tausende identische Exemplare gefertigt, sodass die Stückkosten durch Serienproduktion enorm gesenkt werden können. Bei Solarmodulen sind die Stückzahlen noch viel größer. Hier findet mittlerweile eine wahre Massenfertigung mit entsprechenden Kostenvorteilen statt. So sind die Preise für Solarzellen seit der ersten Ölkrise Anfang der 70er um gigantische 99% gefallen.

Hier ist der Tipping Point also längst erreicht. Natürlich ist die Energieversorgung ein großes und träges System, und der Umbau wird noch lange dauern, aber wir können mit relativ großer Gewissheit feststellen, dass die wirtschaftlichen Zwänge zur Energiewende inzwischen groß genug sind, um das frühere Spiel zwischen Gutmenschentum und Lobbyarbeit zu entscheiden. So kommt Goldman Sachs, als Inbegriff des bösen Kapitalismus über jeden Vorwurf des Gutmenschentums erhaben, zu dem Schluss, dass Kohlekraft eine schlechte Investition sei und steckt mal eben 40 Milliarden Dollar in erneuerbare Energien.

Auch beim Elektroauto ist der Tipping Point in Sichtweite. Leider sind Autokäufer so irrational, bei Autos nur die Neuwagenpreise zu vergleichen, nicht aber die gesamten Kosten. Letztere sind schon jetzt je nach Nutzungsprofil oft bei Elektroautos geringer. Der Tipping Point wird der Zeitpunkt sein, an dem die Anschaffung eines Elektroautos genauso teuer ist wie die eines Verbrenners mit gleicher Ausstattung. Für Oberklassenlimousinen ist mit der Einführung des Tesla Model S dieser Zeitpunkt im Prinzip erreicht. Es dauet sicher noch ein bisschen, bis dies auch für die Mittel- und schließlich die Unterklassen der Fahrzeuge gilt, aber glaubt man Trendwatch ist es bereits 2016 soweit, während McKinsey auf 2020 tippt.

Vielleicht wird dieser Prozess durch steigende Ölpreise weiter beschleunigt. Viele Ölfirmen haben Probleme, neue rentable Ölfelder zu erschließen. Die Erschließung immer schlechterer und kleinerer Vorkommen in immer größeren Tiefen und abgelegeneren Regionen ist zwar oft technisch möglich, aber finanziell nicht rentabel. So steigt der Druck auf die Unternehmen, das Geld nicht in neue Felder, sondern in die Taschen der Aktionäre zu stecken. Wer weiß, in welche Branchen diese dann ihr Geld stecken.

Wir leben auf jeden Fall in spannenden Zeiten. Die Umbrüche unserer Zeit sind nicht politisch oder ideologisch oder moralisch motiviert. Die Umbrüche kommen, weil der schnöde finanzielle Anreiz dafür sorgt, welche Entscheidungen die Mehrheit der Menschen trifft.

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5 Gedanken zu “Tipping Points

  1. Hallo deedl,

    die Frage nach dem Tipping Point hat einen Haken. Sie betrachtet das Problem aus einer Denkweise heraus die uns in dieses Problem geführt hat.

    Aus dieser Sichtweise heraus ist aber eine Transition in eine Zukunft nicht möglich. Bei den gegebenen Grundannahmmen (Radikale Ölverknappung, Rückgang der Ressourcenförderung, Verteuerung der Nahrungsmittel, etc.) ist ein Überleben eines Wirtschaftsdsystems in dem dieser Tipping Point eine Rolle spielen würde undenkbar.

    Die Prämissen wirtschaftlichen Gewinns in denen der „Tipping Point“ wie du ihn beschreibst Sinn macht gelten eben nur wenn das Wirtschaftssystem so wie es heute existiert weiterbesteht.

    Ohne Ressourcen bricht aber die Industrielle Produktion ein. Ein auf BIP-Wachstum und kurzfristigen Gewinn begründetes Wirtschaftssystem hat dann keine Existenzberechtigung mehr.

    Wenn Beispielsweise Kupfer nur noch wenig Verfügbar ist wird nicht mehr der „freie“ Markt entscheiden können ob der verbleibende Rohstoff für ein Garagendach eingesetzt wird unter dem ein Millardär seine Automobilsammlung unterbringt oder für eine Windgasanlage die den Energiebedarf einer ganzen Gemeinde deckt.

    In einer Tipping Point Berechnung wie sie in deinem Text dargstellt werden sind ausserdem kurzfristige Gewinne immernoch die bestimmende Maxime wärend langfristige Kosten nicht in die Berechnung einfliessen. Tut man das dann „unterbieten“ die erneuerbaren Energien im Grunde schon lange die Konventionellen.

    Dies tut der der „World Future Council“ z.B. hier.
    http://www.worldfuturecouncil.org/fileadmin/user_upload/Climate_and_Energy/Cost_of_non_use_of_RE.pdf

    In dieser Studie wird berechnet welche Kosten uns Beispielsweise entstehen wenn wir erneuerbare Energien NICHT nutzen.

    Der „Tipping Point“ scheint mir daher eine andere Formulierung der Glaubensideologie des Marktes zu sein, die der unhaltbaren Wahnvorstellung anhängt, dass „Marktmechanismen“ einen Ausweg aus der Übernutzung und Plünderung unseres Planeten aufzeigen werden.

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  2. Das Thema passt eigentlich wunderbar mit den Externalitäten zusammen. Ich stimme AlienObserver hier zu, dass wir mit bloßem Vertrauen auf die Marktlogik keine Lösung der sich aufgetürmten Probleme sehen werden.
    Ich komme aus dem erneuerbare Energien-Sektor. Der immanente Kosten- und Zeitdruck wird nicht dazu führen, qualitativ so hochwertige Geräte zu produzieren, dass sie 20+ Jahre halten. Bzw. sind die Preise sind dann so kalkuliert bzw. verfälscht, dass sich Reparaturen „nicht lohnen“ und Austauschgeräte aus der Neuproduktion kommen. Wenn man es mit der Skalierung übertreibt (wg. Überförderung), kommt kein gesundes Unternehmen bei raus. Gewinnstreben führt nicht zu Nachhaltigkeit.

    Es fängt m.E. alles mit unserem Verständnis von Geld an. Und dieses Thema ist kein rein ökonomisches, sondern da gehört im Prinzip eine ganze Bandbreite an Experten mit ins Boot (Anthropologen, Philosophen, etc.). Ein Aufsatz, der für den ein oder anderen vielleicht eine andere Sichtweise auf Geld vermitteln kann: http://www.univie.ac.at/igl.geschichte/sorgo/Artikel/Sorgo-Zirkulation%20ohne%20Grenzen.pdf

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  3. „…der wesentliche Designfehler geldbasierter Wirtschaftssysteme die Entkopplung von Geldeinkommen und Wertschöpfung ist, da nur Ersteres direkten Zugang zu Gütern und Dienstleistungen ermöglicht.“
    Ich behaupte mal, das ist so nicht ganz richtig. Denn Geld alleine etabliert keinen Anspruch auf die geleistete bzw. nichtgeleistete Wertschoepfung. Es muss immer die Macht hinzukommen, die die Forderung auch durchsetzt. Das wird sehr deutlich sichtbar, wenn eine Firma ihre Arbeiter unter Einbehaltung eines monetaeren Gewinns nur mit einem Bruchteil des Umsatzes entlohnt UND!!! gleichzeitig nur einen Teil der erarbeiteten Dinge zum Verkauf stellt. Daimler verkauft nur die Autos aber nicht die Produktionsalagen, die ja auch durch die Arbeit der Lohnempfaenger entstanden sind. D.h. die Extraktion des Mehrwerts erfolgt auf zwei Schienen, real durch schlichte Vorenthaltung und monetaer durch den kalkulierten Gewinn. Soetwas ist nur in einem Machtverhaeltnis moeglich. Wenn ich als freier Lohnarbeiter in den Laden gehe und versuche dieses Erfolgsrezept fuer mich anzuwenden, also nur einen Teil der Waren, die ich fuer mich beanspruche aufs Band zur Kasse lege und dann noch vom Kassierer einen Abschlag auf den Rechnungsbetrag fuer den erfassten Teil der Waren verlange, komme ich damit nur durch, wenn ich entweder ausgesprochen geschickt, den Sachverhalt verschleiernd vorgehe und / oder mit durchgeladener AK47 meinem Wunsch Nachdruck verleihe.

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  4. „Konsumiert ein Kunde herkömmlichen Strom, muss er diesen bezahlen und zusätzlich noch Kosten wie Steuern, Netzentgelte und EEG-Umlage tragen. Baut er sich Solarzellen für die Eigenversorgung aufs Dach, so fallen auch alle diese Kosten weg. Bei Solarstrom ist die Netzparität also dann erreicht, wenn selbst produzierter Strom genauso teuer ist wie Strom, der aus dem Netz gekauft wurde.“

    Schwarz gebrannter Schnaps und selbst getanktes Zeizöl ist natürlich auch unschlagbar günstig!

    Viel Spaß beim Selbstbelügen!

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  5. Zum Thema „Tipping Point“ fiel mir zunächst der Artikel „Tipping Point – Kurzfristige systemische Folgen des Rückgangs der globalen Ölproduktion (Peak Oil). Ein Überblick“ ( http://www.feasta.org/documents/risk_resilience/Tipping_Point_Gesamt.pdf ) von David Korowicz ein und dann die Peak Oil Studie der Bundeswehr.
    Das Leben und die Zukunft kann in Folge einer Ölkrise oder in Folge eines wegen des Öls geführen Krieges schlagartig sehr drastisch an Qualität verlieren – zumindest wenn man Qualität so bemisst wie das derzeit üblich ist. Aber auch in dem man unter Lebensqualität nur den bescheidenen Wunsch versteht, genug zu essen zu haben, im Winter nicht zu frieren und das Dach auf seinem Haus bei Bedarf reparieren lassen zu können.
    Zum Auto. Ich musste mir kürzlich ein neues Auto bestellen, weil mein altes (Corsa C Eco) nach 13 Jahren und fast 210 Tsd. Km einen Motorschaden hatte, der zwar noch durch Einbau eines Motors vom Schrott reparierbar war, aber der doch eine deutliche Warnung war.
    Bestellt habe ich mir einen neuen Dacia Sandero, weil der Endpreis mit 7390 € ziemlich gering, die Anhängerlast mit 1100 kg ordentlich und der Verbrauch relativ niedrig war. Für wesentlich mehr Geld hätte ich ein noch sparsameres Auto bekommen, aber das hätte mehr Technik die auch kaputt gehen und dann zusätzliche Kosten verursachen kann. Höhere Anschaffungspreise bedeuten ausserdem mehr Energie für die Herstellung und mehr Energie für zu erwartenden Reparaturen bzw. für die dafür nötigen Ersatzteile.
    Elektrofahrzeuge? Ich hatte vor für mich und meine Frau ein Elektrofahrrad zu kaufen, weil ich demnächst 6 km zur Arbeit oder 7. km zum Einkaufen fahren muss und der Weg einige Steigungen beinhaltet. Die Preise und die Lebensdauer der Akkus (nach 500 Ladezyklen lassen die nach) sind zu ungünstig. Da fahre ich lieber mit dem normalen Fahrrad oder meinen ICE Liegedreirad und nutze die Fahrt zur Arbeit als ohne hin nötige Sportzeit.

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